Kommissionelle Prüfungen

3. und 4. Wiederholung einer Lehrveranstaltungsprüfung

Gesetzeslage

Gemäß § 77 UG2002 und TU-Senatsbeschluss gilt: Studierende sind berechtigt, negativ beurteilte Prüfungen insgesamt viermal zu wiederholen (5 Antritte). Die dritte und vierte Wiederholung sind jedenfalls kommissionell abzuhalten, wenn die Prüfung in Form eines einzigen Prüfungsvorgangs durchgeführt wird.

Für Studierende, die ihr Architekturstudium ab dem WS 2013/14 begonnen haben, gilt laut Studienplan folgende Regelung: Die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) gilt als positiv absolviert, wenn aus den ihr zugeordneten Lehrveranstaltungen im Umfang von 34 ECTS mindestens 18 ECTS positiv absolviert wurden, wobei der Orientierungskurs sowie zumindest eine Übung darin enthalten sein müssen (§8 des Studienplans Architektur). Seit 1.1.2016 gilt laut TU-Senatsbeschluss, dass bis zum positiven Absolvieren der STEOP maximal 4 Prüfungsantritte (also 3 Wiederholungen) möglich sind, danach 5 Prüfungsantritte.

Ausnahmeregelungen

  1. bei Vorlesungsübungen (VU), wie alle Grundkurse des 1. Studienjahrs (Bsp.: Grundkurs Architektur und Konstruktion – DG, CAAD und allen Studios wie Studio Hochbau, Wohnbau, etc..) erfolgt der 4. Antritt im Zuge der regulären Prüfungstermine, erst der 5. Antritt ist kommissionell. Dennoch ist eine Anmeldung am Dekanat erforderlich!
  2. bei allen Vorlesungen der Studios Architektur wie z.B.: 253.254 -Hochbau Einführung, 256.100- Raumgestaltung, 255.045- Wohnbau, etc. sowie 253.039-Bauphysik und Humanökologie und  253.060-Technischer Ausbau erfolgt der 4. Antritt im Zuge der regulären Prüfungstermins, erst der 5. Antritt ist kommissionell!

Kommissionelle Wiederholungen sind nicht verpflichtend, sondern nur auf Antrag der/des Studierenden durchzuführen.

Was ist eine kommissionelle Prüfung?

Eine kommissionelle Prüfung ist eine mündliche Prüfung vor einer dreiköpfigen Prüfungskommission. Diese besteht aus dem/der Studiendekan/in als Vorsitzende/r, der/die Lehrveranstaltungsleiter/in oder der Lehrveranstaltungsleiter als Hauptprüfer/in sowie einem Zweitprüfer der mit dem Stoff des Prüfungsfaches vertraut ist. 

Ausnahme: Im Fach „Grundkurs Architektur und Darstellung – DG“ ist ein 30-minütiger schriftlicher Teil, gefolgt von einem 15 minütigem mündlichen Teil abzulegen!

Die Beurteilung erfolgt durch die Prüfungskommission und wird im Anschluss an die Prüfung bekannt gegeben.

Ablauf

Die Anmeldung zur kommissionellen Prüfung erfolgt persönlich am Dekanat für Architektur und Raumplanung E401/1, Karlsplatz 13, 1040 Wien, Stiege 3, 4. Stock oder per E-Mail. Auch die Anmeldung zu den kommissionellen Prüfungen, welche im Zuge der regulären Prüfungsterminen geschrieben werden (siehe oben unter Ausnahmen) erfolgen zunächst am Dekanat und erst dann direkt an den Instituten.

Termin und Ort werden von dem/der Studienassistent/in des Dekanats organisiert. Die Einladung zur kommissionellen Prüfung erfolgt schriftlich via E-Mail. Zwischen der Aussendung der Einladung und dem Prüfungstermin müssen mindestens 14 Tage liegen. Diese zweiwöchige Prüfungsvorbereitungszeit steht jedem/er Studierenden rechtlich zu. Wird diese nicht eingehalten, muss ein neuer Termin organisiert werden. Bei ausdrücklichen Wunsch des Studenten (formlose schriftliche Bestätigung ist ausreichend), kann auf diese Frist verzichtet werden.

Kann der/die Studierende den Prüfungstermin nicht wahrnehmen, muss dies dem Dekanat rechtzeitig und in schriftlicher Form mitgeteilt werden!

Was passiert, wenn man fünfmal durchfällt?

Nach dem 5. negativen Erfolg bei einer Pflichtlehrveranstaltung folgt eine Exmatrikulation. Danach ist man dauerhaft von diesem Studium an dieser Universität ausgeschlossen. Eine Anrechnung der positiv absolvierten Prüfungen für ein anderes Studium ist aber möglich.

Warum keine Ausnahmen?

International gibt es in fast keinem Universitätssystem mehr Antrittsmöglichkeiten zu einer Prüfung als in Österreich. Wer es nicht schafft, eine Pflichtlehrveranstaltung in vier bzw. fünf Versuchen positiv zu absolvieren, studiert wahrscheinlich das Falsche oder nicht ernsthaft genug. Die Lehrenden der TU Wien haben auch eine Verpflichtung der Qualität ihrer Absolventen gegenüber, und schaden mit Ausnahmen vor allem den Absolventen unserer Universität. Daher sind Ausnahmen von dieser Regelung generell nicht möglich.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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