Über die Fakultät

Die Fakultät für Architektur und Raumplanung

Die Fakultät für Architektur und Raumplanung: zwei grundlegende Studienrichtungen unter dem Dach einer Fakultät, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven und mit differenzierten Schwerpunkten mit Fragen und Herausforderung der Entwicklung und Gestaltung unserer Umwelt auseinandersetzen. Es ist dies eine Struktur, die uns unterscheidet von vielen anderen Architektur- oder Planungsfakultäten und die in der Betrachtung der sich daraus ergebenden Schnittfelder ein international wirklich herausragendes Profil birgt.

Mit aktuell rund 7.400 inskribierten (bzw. 4.400 prüfungsaktiven) Studierenden und rund 250 MitarbeiterInnen allein im wissenschaftlichen Bereich, ist die Fakultät für Architektur und Raumplanung die größte von acht Fakultäten an der Technischen Universität Wien und eine der größten Architektur- und Planungsfakultäten Europas. Allein im vergangenen Studienjahr haben sich rund 990 für das Bachelorstudium der Architektur und rund 250 für jenes der Raumplanung/Raumordnung inskribiert.

Struktur der Fakultät

Die Fakultät gliedert sich in fünf Institute und das Department für Raumplanung, die sich ihrerseits in insgesamt 26 forschungsorientierte und themenzentrierte Abteilungen und Fachbereiche untergliedern. Übergreifende Serviceleistungen werden vom EDV-Labor erbracht. Hinzu kommt das future.lab, darauf angelegt, Forschende, Lehrende und Studierende dahingehend zu unterstützen, experimentell, fachbereichs- und disziplinenübergreifend an Zukunftsthemen von Architektur, Stadt und Gesellschaft arbeiten zu können. Herauszustellen sind auch die fachgebietsübergreifenden Arbeitsbereiche „Stadtkultur und öffentlicher Raum“, „Urbanistik“ wie das „Raumsimulationslabor“, in denen vielfältige Aktivitäten einer forschungsgeleiteten und studienrichtungsübergreifenden Lehre ihre Bezugsräume finden. Einen Überblick über die differenzierte Struktur der Fakultät vermittelt folgende Grafik.

Profil in der Lehre

Als eine der renommiertesten Studien-, Forschungs- und Lehreinrichtungen im zentraleuropäischen Raum, erfüllen wir unseren Auftrag zur forschungsgeleiteten Lehre und praxisbezogenen Ausbildung. Unsere Studierende werden für die Übernahme verantwortungsvoller Tätigkeiten in Wirtschaft, Gesellschaft sowie Forschung und Lehre im Rahmen von zwei Bachelor-, drei Master- sowie zwei Doktoratsstudien vorbereitet. Neben den Bachelor- und Masterstudien in Architektur und Raumplanung/Raumordnung, bieten wir zusätzlich den englischsprachigen Masterstudiengang „Building Science and Technology“ an. Während die Bachelorstudien darauf angelegt sind, grundlegende Kompetenzen in Architektur bzw. Raumplanung/Raumordnung zu vermitteln, bieten die Masterstudiengänge zahlreiche Vertiefungsmöglichkeiten, die auf die unterschiedlichen Berufs- und Tätigkeitsfelder vorbereiten. 

Eine weitere Herausforderung steht an: Mit der Rückübersiedelung des derzeit am Standort der Augasse befindlichen Departments Raumplanung in das direkte Umfeld des Hauptgebäudes am Karlsplatz, wird die Fakultät künftig an einem Standort präsent sein. Diese Übersiedlung birgt Chancen. Begründet in der räumlichen Nähe, rücken auch die beiden Studienrichtungen näher zusammen. Über die Grenzen der Institute, Abteilungen und Fachgebiete hinweg, erwachsen daraus neue Möglichkeiten der Kooperation und der Zusammenarbeit in der Forschung und in der Lehre. Möglichkeiten, die wir sowohl in der Forschung wie in der Lehre weiter ausbauen werden.

Starke Forschungsschwerpunkte

Im Forschungsbereich hat sich die Fakultät für Architektur und Raumplanung international stark positioniert. Wurzelnd in der breit gelagerten disziplinären Struktur der Fakultät, ist auch das Forschungsspektrum weit gefächert. Ausgewiesene Schwerpunkte finden sich im Smart-City-Kontext wie in der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen von Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Ressourcen. Im Forschungsschwerpunkt „Städtische Transformationsprozesse und Governance“ geht es vor allem um Fragen der Steuerung und Gestaltung komplexer Entwicklungsprozesse und -vorhaben. Weitere ausgewiesene Forschungsschwerpunkte finden sich in den Bereichen des Einsatzes und der Wirkungen digitaler Technologien auf Stadt, Architektur und Gesellschaft, der Entwicklung und Erschließung der Baukunst wie in der Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Dimensionen der sozialen, kulturellen und politischen Dimension der gebauten Umwelt.

Internationale Vernetzung

International ist die Fakultät für Architektur und Raumplanung bestens vernetzt. Intensive Kooperationspartnerschaften bestehen zu Universitäten in Japan und China, in Indonesien, in der Ukraine und zu Universitäten im mittel- und südamerikanischen Raum. Begründet in unserer besonderen geografischen Lage, messen wir zudem dem Austausch mit Hochschulen und Universitäten in Osteuropa einen sehr hohen Stellenwert bei.

Vernetzung von Architektur und Raumplanung

Mit Blick auf künftige Herausforderungen gerichtet, nimmt die Verknüpfung von Raumplanung, Städtebau und Architektur einen zentralen Stellenwert für das Profil unserer Fakultät ein. Wir arbeiten daran, die Vernetzung und Kooperation zu intensivieren. In der Lehre ebenso wie in der Forschung. Angefangen von der Etablierung der interdisziplinären Lehr- und Forschungsplattform, dem future.lab, über interdisziplinäre Dissertationskollegs bis hin zur studienrichtungsübergreifenden ArchDiploma, in der in einem biennalen Modus jeweils herausragende Abschlussarbeiten aus beiden Studienrichtungen ausgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Die ArchDiploma hat sich längst zu einer wichtigen Visitenkarte und zu einem Prüfstein der Qualität der forschungsgeleiteten Lehre an unserer Fakultät entwickelt.

Die weitere Entwicklung der Fakultät für Architektur und Raumplanung baut auf dem soliden Fundament einer gelebten und etablierten Tradition auf. Sich darauf ausruhen zu wollen, wäre töricht. Wir sind in ständiger Veränderung begriffen. Als WissenschaftlerInnen sind wir getrieben von der Neugier. Die Suche nach neuen Fragen und ihrer Beantwortung ist eine bestimmende Größe unserer Profession. Sie fordert uns heraus, radikal und unvoreingenommen zu denken. Neue Herausforderungen in technologischen und gesellschaftlichen Bereichen, veränderte organisatorische, finanzielle und politische Rahmenbedingungen zwingen uns zu steten Modifikationen unserer Ausrichtung und Arbeitsweisen und erfordern spezifische Kooperationen und Allianzen einer inter- sowie transdisziplinären Forschung und Lehre. Hier arbeiten wir mit großem Nachdruck daran, das Klima und die Bedingungen für eine offene und disziplinenübergreifende Forschung und Lehre stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern.